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Elektrische Ausrüstung für Bereiche mit brennbarem Staubrisiko: Zertifizierung und Anforderungen

Risiken im Zusammenhang mit elektrischer Ausrüstung in staubexplosionsgefährdeten ATEX-Bereichen

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Zusammenfassung des Abschnitts
1. Einführung
2. Auslegungs- und Zertifizierungsanforderungen der Ausrüstung

Elektrische Ausrüstung, die in Bereichen mit Staubexplosionsrisiko eingesetzt wird, muss gemäß den relevanten lokalen Normen, z. B. der ATEX-Norm oder IECEx, ausgelegt und zertifiziert sein. Diese Seite erklärt, wie man überprüft, ob eine elektrische Ausrüstung für den Einsatz in Gegenwart von brennbarem Staub gemäß der ATEX-Norm (Europa) geeignet ist.

1. Einführung

Welche Risiken bestehen im Zusammenhang mit elektrischer Ausrüstung in ATEX-Zonen?

Elektrische Ausrüstung ist für den Prozess unverzichtbar, dazu gehören Motoren, Messinstrumente, Wägezellen, Schaltschränke usw. Oft müssen solche Geräte in einer ATEX-Zonepositioniert werden. Um sicher zu sein, müssen diese Geräte eine spezifische Auslegung aufweisen.

Bei Beschädigung können elektrische Geräte an elektrischen Anschlüssen Funken erzeugen, die bei Kontakt mit einer Staubwolke das Pulver entzünden und eine Explosion auslösen können.Einige Geräte, wie z. B. Motoren, können auch Wärme erzeugen, die ausreicht, um den Staub zu entzünden.

2. Auslegungs- und Zertifizierungsanforderungen der Ausrüstung

Wie erkennt man, ob eine elektrische Ausrüstung für den Einsatz in einer ATEX-Staubzone konform ist?

Um in einem Bereich eingesetzt zu werden, in dem eine Staubwolke auftreten kann, muss die elektrische Ausrüstung staubdicht sein. Abhängig vomSchutz gegen Staubeintritt wird sie für Zone 20, 21 oder 22 zertifiziert.

Typischerweise werden Geräte mit IP5x (Zone 22 für nicht leitfähige Stäube) und IP6x (Zone 20 und 21 sowie Zone 22 für leitfähige Stäube) in diesen Bereichen eingesetzt. Diese Standards sollen sicherstellen, dass kein Staub in Gehäuse oder Kabeldurchführungen eindringt. Die Kenntnis der IP-Schutzart ist notwendig, aber nicht ausreichend für die Eignung in ATEX-Zonen. Geräte, die nach 2003 installiert oder modifiziert wurden, MÜSSEN mit dem Ex-Zeichen gekennzeichnet sein und müssen der ATEX-Zone entsprechen, in der sie eingesetzt werden.

Abbildung 1: Die ATEX-Kennzeichnung

Ein typisches Typenschild einer Ausrüstung enthält folgende Informationen:

Wie liest man eine ATEX-Kennzeichnung einer Ausrüstung?

Abbildung 2: Wie liest man ein ATEX-Etikett?

Die Lieferanten müssen auch die maximale Oberflächentemperatur der Ausrüstung angeben.In jedem Fall muss diese maximale Temperatur niedriger sein als die Mindestzündtemperatur (MIT) und die Glimmtemperatur (SIT) des Staubs, der mit der elektrischen Ausrüstung in Kontakt kommen kann.

Für die Zertifizierung einer Ausrüstung müssen viele Parameter berücksichtigt werden. Grundsätzlich zielt der Schutz gegen Staubexplosionen darauf ab, das Eindringen von Staub in die Ausrüstung zu verhindern und sicherzustellen, dass sie sich nicht auf gefährliche Temperaturen überhitzt.

Die Wartung muss ebenfalls einwandfrei sein, um die Konformität der Ausrüstung über die Zeit zu gewährleisten.

Es gibt auch andere Arten von ATEX-Schutzmaßnahmen, die angewendet werden können: Druckkapselung, Eigensicherheit oder Vergussverfahren. Diese sind jedoch spezialisierte Anwendungen.


Die Zonenklassifizierung sowie die Kennzeichnung und maximale Temperatur der in diesen Bereichen zu verwendenden elektrischen Ausrüstung müssen in der ATEX-Risikoanalyse beschrieben werden, und die zu ergreifenden Maßnahmen müssen erläutert werden. Die Ergebnisse der Risikoanalyse müssen von der Anlage umgesetzt werden.