| Zusammenfassung des Abschnitts |
|---|
| 1. Einführung |
| 2. Verdünnte Phase – Druckförderung |
| 3. Verdünnte Phase – Vakuumförderung |
| 4. Dichte Phase – Druckförderung |
| 5. Dichte Phase – Vakuumförderung |
Die Art und Weise, wie das Produkt in eine pneumatische Förderleitung ebracht wird, hängt von der gewählten Technologie ab. In manchen Fällen ist eine Dosierausrüstung oder ein Ventil erforderlich, in anderen nicht. Diese Seite erläutert, wie die richtige Produktzufuhr für eine Förderleitung ausgewählt wird.
Bei der Druckförderung in verdünnter Phase müssen die Schüttgüter von einem Bereich mit atmosphärischem Druck – in den meisten Fällen – auf einen Druck am Leitungsanfang von etwa 400–500 mbar gebracht werden. Daher ist es notwendig, eine "Schleuse" zu schaffen, was meist durch eine Zellenradschleuseerfolgt. Bei einer Durchfall-Ausführung muss das Ventil mit einer darunterliegenden Ejektorbox ausgestattet sein, die das Produkt in Strömungsrichtung des Luftstroms leitet.
Abbildung 1: Ejektorbox oder Injektor für die Druckförderung in verdünnter Phase
Bei der Durchström-Ausführung des Ventils, bei der die Förderleitung direkt durch die Zellenradschleuse verläuft, ist eine solche Box nicht erforderlich.
Bei der Vakuumförderunggibt es keinen Druckabfall zu überwinden, wenn das Pulver oder Schüttgut in die Leitung eingebracht wird, da der Leitungsanfang immer nahe am atmosphärischen Druck liegt. Daher reicht eine einfache Vorrichtung zur Steuerung des Feststoffstroms – z. B. ein Schneckenfördereroder eine Klappenventil– aus. Um den Produktfluss in die richtige Richtung zu lenken und ein Verstopfen der Leitung zu vermeiden, wird oft ein Injektor ähnlich der oben genannten Ejektorbox verwendet.
Bei der Druckförderung in dichter Phase wird das zu fördernde Material in einen Druckbehälter gefüllt. Dieser Behälter ist lediglich mit einem Klappenventil am Boden ausgestattet, das geöffnet wird, sobald der erforderliche Förderdruck erreicht ist. Das Auslassrohr des Behälters ist gebogen, um das Einbringen des Produkts in die Leitung zu erleichtern. Der Bogen und das anschließende Rohr können mit zusätzlichen Lufteinblasungen ausgestattet sein, um den pneumatischen Transport und die Kapazität der Leitung zu steuern.
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Bei der Vakuumförderung in dichter Phase erfolgt die Einbringung des Pulvers in die Leitung über einen Trichter, dessen Auslass – ähnlich wie beim Druckbehälter – gebogen ist, um das Pulver in die richtige Richtung zu leiten.
Hinweis: Besonders in der verdünnten Phase ist es wichtig, eine bestimmte Länge an geradem Rohr nach der Produktaufnahme einzuhalten. Dies ermöglicht eine ausreichende Beschleunigung des Produkts und verleiht ihm genug Energie vor der ersten Rohrbiegung. Wird dies nicht beachtet, kann es zu Rückfluss und in der Folge zu Verstopfungen an der Biegung kommen.